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Annas Tagebuch

Anna und Gaby im neuen, sehr geräumigen Kühlschrank
Helferin Anna bei ihrem ersten Besuch, gemeinsam mit einigen Schülern vor der neu erbauten Secundaria Schule im Dschungel von Oaxaca
Anna mit den Kindern von Senora Lucia

Tag 1: Ein neuer Kühlschrank für das Kinderheim

Ankunft in Oaxaca
Meine Reise begann früh morgens in Puebla. Von dort konnte ich einen Reisebus nehmen um nach Oaxaca zu kommen. Die Fahrt führte mich durch die verschiedenen Landschaften Mexikos: durch grüne Felder und Wälder aber auch durch eine karge Kakteenlandschaft. Nach gut viereinhalb Stunden Fahrt kam ich am kleinen Busbahnhof in Oaxaca an. Von dort ging es dann weiter mit dem Taxi bis zum neuen Casa Hogar Kinderheim, wo ich schließlich gegen Mittag eintraf.

Das neu erbaute Kinderheim
Die Fortschritte, die seit Dezember gemacht wurden, sind beeindruckend. Zunächst fiel mir das neue Eingangstor auf. Dieses ist um einiges stabiler und auch höher als die alte Pforte. Sobald sich die großen Türen öffnen, konnte ich den ersten Blick auf die neu gestrichenen Gebäude erlangen. Die Häuser sind in warmen und fröhlichen Farben wie lila und grün gestaltet und wirken sehr einladend. Der mexikanische Stil wird vor allem durch die spielerische Gestaltung der Fenster deutlich. Aber die Gebäude wurden nicht nur von außen saniert, sondern auch innen wurde in den letzten Monaten fleißig weitergearbeitet. So strahlt die Küche nun in verschiedenen Blau- und Grüntönen und auch das zweite Stockwerk mit einem weiteren Gästezimmer und einer Waschküche ist so gut wie fertig. Die Waschküche muss noch gestrichen werden und es fehlen noch die notwendigen Waschmaschinen und Trockner.

Einkaufstour für Simply Smiles: Ein neuer Kühlschrank für das Kinderheim
Zunächst gingen Gaby, Bryan und ich etwas zu Mittag zu essen. In einem gemütlichen Restaurant nahe des Casa Hogar fanden wir eine traditionelle mexikanische Küche. Nach der Stärkung machten wir uns auf die Suche nach einem von Bekannten empfohlenen Laden, um dort einen passenden neuen Kühlschrank für das Kinderheim zu kaufen. Und tatsächlich: in diesem Laden gab es riesige Kühlschränke, in die Gaby und ich mit Leichtigkeit hinein gepasst hätten. Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns für ein Modell mit zwei Türen, Nachtenergiesparmodus und natürlich mit ausreichend Platz um die Kinder in Zukunft zu versorgen.

Als nächstes besorgten wir Wandfarbe für die neue Waschküche. Wir kauften drei große Eimer mit weißer Basisfarbe und dann noch drei weitere, um den Raum in ein freundliches lindgrün zu tauchen. Danach fuhren Gaby und ich weiter zum Supermarkt, um die Wocheneinkäufe zu tätigen. Wir kauften von allem etwas: viel Obst und Gemüse aber auch Nudeln, Cornflakes und weitere Lebensmittel.

Zurück am Kinderheim angekommen war es bereits 20 Uhr - der Tag verging wie im Fluge. Nun halfen alle schnell mit, das Abendessen zuzubereiten. Zusammen mit Ana und Chucho schnitt ich das Gemüse für die Suppe klein. Die beiden erzählten mir, dass sie nur noch eine Woche zur Schule gehen müssen und dann endlich Ferien haben. Leider ist diese letzte Woche noch voller Klausuren und sie müssen fleißig lernen. Bryan und Gaby erklärten mir weiterhin, dass am kommenden Tag eine Familie aus Santa Maria zu uns nach Oaxaca kommen würde, um ihre Kinder ärztlich behandeln zu lassen. Nun werde ich mit vielen neuen Eindrücken und vor allem sehr müde in mein Bett fallen. Ich bin gespannt was morgen alles passieren wird und freue mich, die neue Familie kennenzulernen.

Tag 2: Volunteering im Kinderheim & Neuankömmlinge im Kinderheim: Besuch von Senora Lucia und ihrer Familie

Die Hauptaufgabe an diesem Tag bestand für mich im Streichen der zukünftigen Waschküche. Zunächst musste eine Grundfarbe aufgetragen werden. Hiermit war ich fast den ganzen Tag beschäftigt. Erst gegen 17 Uhr hatte ich es geschafft, die Wände und die Decke des Raumes zu streichen. Und schon kam die Familie von Seniora Lucia an. Lucia und ihre Kinder kamen als Notfall zu uns in das Casa Hogar Kinderheim. Ihre jüngste Tochter ist in sehr schlechtem gesundheitlichem Zustand und muss unbedingt zum Arzt. Daher kam Lucia mit sieben ihrer acht Kindern zu uns. Alle ihre Kinder sind unterernährt und sollen daher medizinisch untersucht werden. Diese Untersuchungen sind für den kommenden Tag geplant.

Ein Highlight für die Kinder: Wasser aus der Leitung!
Als die Familie ankam, führten wir sie zunächst durch das Kinderheim. Die Kinder waren begeistert von dem großen Gebäude und vor allem die Tatsache, dass Wasser direkt aus der Leitung kam, war für sie ein besonderes Highlight. Es ist unglaublich mitzuerleben wie ein Kind zum ersten Mal in seinem Leben fließendes Wasser kennenlernt. Die Kleinen hatten große Freude am Händewaschen. Wir aßen gemeinsam Abend und gingen zeitig ins Bett. Die neu angekommenen Kinder konnten es kaum erwarten, in einem echten Bett inklusive Kopfkissen zu schlafen. Es war für mich eine komplett neue und sehr positive Erfahrung zu erleben, wie sich die Kleinen über Dinge, die für uns von Geburt an alltäglich sind, so sehr freuen konnten.